
Caelifera - Kurzfühlerschrecken
Hinweise:
- Die Listen sind eine vorläufige Zusammenstellung unterschiedlicher Daten aus verschiedenen Quellen und Jahrzehnten. Die Angaben sind nicht validiert und können noch unkorrekte Aussagen enthalten.
- Die Angaben Rote Liste in den Tabellen beziehen sich auf den Bearbeitungsstand der jeweiligen Artengruppen. Grundlage der Rote Liste Deutschland ist die Publikation aus dem Jahre 1998. [ 1 ]. Die Rote Liste Thüringen wurde 2001 publiziert [ 2 ]
| Bedeutung der Zeichen in den Roten Listen Thüringens 0 Ausgestorben, ausgerottet oder verschollen 1 Vom Aussterben bedroht 2 stark gefährdet 3 Gefährdet R Extrem selten G Gefährdung anzunehmen, aber Status unbekannt V Arten der Vorwarnliste |
| Wissenschaftlicher Artname | Deutscher Artname | RL-Th 2001 | RL-D 1998 | Verbreitung im BR, Lebensraum, ökologische Ansprüche |
| Chorthippus albomarginatus | Weißrandiger Grashüpfer | - | - | im BR verbreitete; frische, feuchte Standorte, ausgesprochen trockene und nährstoffarme Standorte werden gemieden, die Art profiliert von Meliorationsmaßnahmen |
| Chorthippus apricarius | Feld-Grashüpfer | - | - | Vorkommen im BR bei Frauenwald und bei Schmiedefeld, nächstes Vorkommen außerhalb bei Schönbrunn und bei Ilmenau; Magerrasen, Wegränder, an den Rändern von Getreidefeldern |
| Chorthippus biguttulus | Nachtigall-Grashüpfer | - | - | eine der häufigsten Arten im BR; mäßig trockene und feuchte Wiesen, auch in Mooren, häufig in Kahlschlägen |
| Chorthippus brunneus | Brauner Grashüpfer | - | - | im BR verbreitet; schwach xerophile Art, trockene Lebensräume, auch auf Kahlschlägen |
| Chorthippus dorsatus | Wiesengrashüpfer | - | - | im BR verbreitet, auch in höheren Lagen noch häufig; sowohl in feuchten Wiesen und Kleinseggenrieder wie auf trockeneren Ranken, kommt auch in mehrschürigen Wiesen vor |
| Chorthippus montanus | Sumpfgrashüpfer | 3 | 3 | im BR verbreitet; hygrophile Art, feuchte Wiesen und Kleinseggenrieder, Hangquellmoore |
| Chorthippus parallelus | Gemeiner Grashüpfer | - | - | eine der häufigsten Arten im BR; mäßig feuchte Wiesen, auch auf intensiv genutzten Flächen, in den Hochlagen nur noch vereinzelte Vorkommen |
| Euthystira brachyptera | Kleine Goldschrecke | - | - | im BR verbreitet, nicht häufig; in feuchten Wiesen und an Grabenrändern, teilweise auch in langrasigen, trockenen Bereichen |
| Gomphocerippus rufus (L.) | Rote Keulenschrecke | - | - | im BR selten; Vorkommen bis zu 700 mNN, mäßig feuchte bis trockene Stellen, vor allem an Waldrändern |
| Myrmeleotettix maculatus | Gefleckte Keulenschrecke | - | - | im BR sehr selten, Schmiedefeld, Kahlert; lichte, vegetationsarme und trockene Stellen an Waldrändern, auf Lesesteinhaufen und an den Ranken der Terrassenfluren, Charakterart bodensaurer Magerrasen, auf Kalkmagerrasen ist die Art eher selten |
| Omocestus virirdulus | Bunter Grashüpfer | - | - | im BR verbreitet; typische Mittelgebirgsart, mäßig feuchte, bis trockene Wiesen |
| Psophus stridulus | Rotflügelige Schnarrschrecke | 2 | - | im BR vermutlich ausgestorben, Vorkommen im Harzgrund ab 1979 nicht mehr bestätigt, nächstes Vorkommen bei Scheibe-Alsbach im Oberen Schwarzatal; |
| Stenobothrus lineatus | Heidegrashüpfer | - | - | Vorkommen im BR bei Frauenwaldund bei Schmiedefeld nächstes Vorkommen bei Breitenbach; lückige, bodensaure Magerrasen, Böschungen der Terrassenfluren |
| Stenobothrus nigromaculatus | Schwarzfleckiger Grashüpfer | 2 | 2 | |
| Stethophyma grossum | Sumpfschrecke | 3 | 2 | Fundorte im BR bei Frauenwald und der Schmücke (Bergwiese bei Suhler Hütte ca. 900 m ü. NN) |
| Tetrix bipunctata f. brachyptera | Zweipunkt-Dornschrecke | - | - | im BR vermutlich eher selten, fehlt nach OSCHMANN (1966) in den höheren Lagen; lichte bodensaure Magerrasen, Böschungen der Terrassenfluren |
| Tetrix subulata | Säbeldornschrecke | - | - | |
| Tetrix tenuicornis | Langfühler-Dornschrecke | - | - | im BR selten, fehlt in Mittelgebirgslagen; Sandgruben und Steinbrüche, lichte bodensaure Magerrasen, Böschungen der Terrassenfluren |
| Tetrix undulata | Gemeine Dornschrecke | - | - | Vorkommen im BR fraglich, nächstes Vorkommen bei Scheibe-Alsbach im Oberen Schwarzatal; mäßig trockene und feuchte Wiesen und Waldlichtungen, Verbreitungsschwerpunkt in Thüringen in den Mittelgebirgen |
[1] Binot, M., R. Bless, P. Boye, H. Gruttke & P. Pretscher (1998): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands.- Schr.-R. Landschaftspflege u. Naturschutz 55: 1-434
[2] Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (2001): Rote Listen der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften und Biotope Thüringens.- Naturschutzreport 18, Jena
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