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Biosphärenreservats-Füchse

Aktionstage im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald

Seit Mai 2005 gibt es bei uns im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald eine neue Tierart - den 

                    Biosphärenreservats-Fuchs.

"Was ist das für ein Fuchs?" werdet ihr Euch sicher fragen. Er zeichnet sich durch besondere Schläue aus, läuft auf zwei Beinen und ist zwischen 10 und 11 Jahre alt. Aussehen kann er ganz unterschiedlich, wie Euch die Bilder auf dieser Seite zeigen werden. Wir haben nämlich ein paar Füchse dieser Art fotografiert.

Upps, jetzt staunt ihr - da sind ja Menschenkinder auf den Bildern.sitzende Kinder im Rund auf einer Bank

Richtig, Sie alle sind Biosphärenreservats-Füchse.

 "Wie sind sie zu Biosphärenreservats-Füchsen geworden" fragt ihr Euch jetzt sicher?

Hier die Antwort.

Die Mitarbeiter der Verwaltung des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald laden seit 2005 alle 3. Klassen der Grundschulen im Gebiet des Biosphärenreservats ein, an einer kleinen Biosphärenreservats-Rallye teilzunehmen.

 Was ist eine Biosphärenreservats-Rallye?

Sticker: Ich bin ein Biosphärenreservats-Fuchs mit gezeichnetem Fuchskopf

Kein Autorennen, sondern ein Wissensparcours.

In unserem Falle mit Fragen zum Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald und seiner Tier- und Pflanzenwelt.

 Wie wird man jetzt vom Kind zum Fuchs ??? - Geduld!

Da ein Fuchs bekanntermaßen ein schlaues Tier ist, kann aus einem Menschenkind nur ein Biosphärenreservats-Fuchs werden, wenn es auch schlau ist.

Eure Schläue könnt Ihr auf der Rallye beweisen. Immer zu zweit oder zu dritt macht ihr Euch auf den Weg mit einem Aufgabenzettel.

Die Lösungen zu den gestellten Aufgaben findet ihr im Wald. Im Wald? Genauer gesagt an Stationen, die im Wald verteilt sind. Ein Teil der Stationen wird durch unsere Verwaltungsmitarbeiter betreut, aber es gibt auch Stationen, an denen die Gruppen die Lösung allein finden müssen.

Hier sollen einmal ein paar ausgewählte Stationen aufgezählt sein:

An einer Station gilt es Fichten zu zählen, aber nur die, die mit einem rot-weißen Band markiert am Wegesrand stehen. 17 sind es. Warum? Die Zahl mal 1000 genommen, ergibt 17.000, dann das Wörtchen Hektar dahinter geschrieben und schon weiß man die Größe des Biosphärenreservats. Aha.Weißtannenstamm, darum 3 Kinder die mittels Strick den Umfang messen

Das ein Zollstock sich nur bedingt eignet, um den Umfang einer Weißtanne zu messen, merkt Ihr an der Station "Baumumfang".

Aber schnell werdet Ihr dahinter kommen, dass man ja einen Strick nehmen könnte. Den um den Baum gelegt und wieder abgewickelt und dann die Stricklänge gemessen. Ja, so geht es.

 

Kinder sitzend in einem mit Fichten getarnten Unterstand

 

Wie ein Jäger auf dem Hochstand könnt Ihr Euch bei der Station "Tiere sehen" fühlen.

Ein gutes Auge ist hier gefragt, um die versteckten Tiere zu enttarnen.

 

 

Dann kommt eine kleine sportliche Aufgabe. 10 Fichtenzapfen sollen in eine aufgestellte Kiste geworfen werden. Nebenbei erfahrt ihr noch, warum ein Baum eigentlich Zapfen braucht.

Und dann kommt die Station "Baumarten". Dort werdet ihr Buchstaben an Bäume geheftet vorfinden. Hier sollt ihr erkennen, um welche Baumarten es sich handelt. Da ist das Wissen aus dem Sachkundeunterricht gefragt. Welche Bäume das sind, wird hier nicht verraten.

Eine im wahrsten Sinne des Wortes schwere Aufgabe stellt die Station "Holznutzung" dar. Hier gilt es einen ganzen Raummeter Holz in nur drei Minuten umzustapeln. Das kann ganz schön anstrengend sein.

 Im Ziel wird wieder Kraft getankt und selbstverständlich könnt ihr untereinander Erfahrungen austauschen.

"Was habt ihr da raus?"
"Wieviel Holz habt ihr geschafft?"

 

Kinder beim Baumscheibenhüpfspiel

 

 

Damit Euch die Zeit nicht langweilig wird, haben die Mitarbeiter der Verwaltung eine kleine Bastelecke und ein Baumscheiben-Hüpfspiel vorbereitet.

 

 

 Ein paar Bastelergebnisse aus den letzten Jahren könnt Ihr hier sehen.

Kinder beim Basteln im Freien am TischAus Fichtenzapfen gebastelte Waldschrate

 

 

 

 

 

 

Am Ende werden alle Aufgaben noch einmal durchgesprochen und die Lösungen verglichen.

Und  - es stellt sich meistens heraus, dass alle Kinder ganz schlau sind. Bis auf ein paar kleine Fehler werden alle Aufgaben richtig gelöst.

Wenn alle Kinder ihre Schläue gezeigt haben, können sie zu Biosphärenreservats-Füchsen ernannt werden. Feierlich wird den Kindern ein Anstecker übergeben, der sie als Biosphärenreservats-Fuchs ausweist.

 
 
 
 
 
 
 
Über 600 Füchse dieser Art gibt es jetzt. Möchtest du mit deiner Schulklasse auch Biosphärenreservats-Fuchs werden? Oder einfach mal einen Tag in der Natur mit deiner Klasse verbringen? Melde Dich bei uns bzw. bitte Deine Lehrerin / Deinen Lehrer uns anzurufen. Wir können dann ein Programm absprechen.
Die Telefonnummer ist 036782/666-22.
 Fotos: Matthias Hellner